Jetzt bin ich also schon eineinhalb Wochen in Valencia. Das Wetter ist weiterhin ein Traum, abgesehen von den heftigen Niederschlägen am Wochenende. Ich wohne im Barrio Ruzafa, recht zentral, nur 10min zu Fuß entfernt vom Stadtkern. Das Stadtviertel hat ein nettes Flair mit etlichen Kneipen, schönen alten Häusern, einer schönen Markthalle und ist überwiegend von Latinos bewohnt. Zur Uni brauche ich ca.20 min. mit dem Bus. Genaue Abfahrtszeit gibt es hier ja nicht. Also muss man immer ein bisschen mehr Zeit einplanen, da ich leider auch immer noch kein Fahrrad habe. Die ersten spanischen Vorlesung waren schon verdammt schwer zu verstehen. Aber ich gebe mein bestes dem Inhalt zu folgen (poco a poco) ;) Bei mir hält sich der Vorlesungsumfang außerdem in Grenzen und deshalb bleibt vermutlich genug Zeit für das reichhaltige Sportangebot der Uni, für das Stadtleben und hoffentlich auch für den Strand. Alles in allem lebe ich mich ganz gut ein. Mit meinen Mitbewohner verstehe ich mich gut und täglich lernt man neue Leute kennen. Bei ca. 3000 Erasmusstudenten ist das aber auch nicht ganz verwunderlich. Ich bin mal gespannt was mich noch so alles erwartet.
Hasta luego
Mittwoch, 26. September 2007
Freitag, 21. September 2007
¡Hola Chicos y Chicas!
Endlich komme ich dazu euch einen kleinen Einblick in die ersten Wochen meines Erasmusaufenhaltes hier in Valencia zu geben. Erlebt habe ich schon so einiges. Die ersten zwei Wochen hatte ich in Gandía (60km südlich von Valencia) mit weiteren 300 Erasmusstudenten zusammen einen Spanischsprachkurs. Gandia liegt direkt am Meer und wir Studenten waren in 4er-Apartments untergebracht. So kam man schnell in Kontakt. Zum Glück. Ansonsten hätte ich die ersten Nacht vermutlich am Strand schlafen dürfen. Sonntags hatte die Rezeption nämlich geschlossen. Baden, Beachvolleyball und Partys standen auf dem Programm. Nebenbei gab es vormittags natürlich Spanischunterricht. Leider kam ich und die meisten anderen Studenten die erste Woche noch nicht wirklich dazu den Strand und die Sonne zu genießen. Wohnungssuche in Valencia war angesagt. Also fuhren wir anfangs täglich nachmittags mit dem Zug nach Valencia um Wohnungsanzeigen einzusammeln und uns dann am Telefon mit Spanisch zu probieren. Es war teilweise zum totlachen. Sich eine emailadresse buchstabieren zu lassen endete meistens im absoluten Chaos. Nebenbei wurde mir gleich mal der Geldbeutel gestohlen. So lernte ich dann auch die spanische Polizei kennen. Ich dachte zuerst ich bin im falschen Film. Als ich ins Revier kam, saß da doch tätlich ein Polizist und bastelte an einem großen Schiffmodell. Ich hab mich gar nicht getraut ihn zu stören. So vertieft war er in seine "Arbeit". Das deutsche Konsultat konnte mir auch nicht gerade weiterhelfen. Deswegen habe ich zur Zeit eben keinen Ausweis. Es gibt schlimmeres ;) Um auf die Wohnungssuche zurück zu kommen. Am dritten Tag wurde ich zum Glück fündig und konnte mich ab sofort um das Strandleben kümmern. Die restliche Zeit verging wie im Flug. Man musste ja soo viele neue Leute kennenlernen. In der Zwischenzeit bin ich in Valencia angekommen und der ernst des Lebens fängt wieder an ;) Darüber werde ich aber beim nächsten mal berichten. Muss jetzt los um mir auf dem Schwarzmarkt ein Fahrrad zu besorgen.
Hasta luego
Hasta luego
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